Cover von vidaHören

Die Welt mit anderen Sinnen sehen: Franz Kirnbauer über Barrieren, Mut und Teilhabe

Wie ist es, eine Welt zu erleben, die man nie gesehen hat? Diese Frage wirkt einfach – doch die Antworten verschieben schnell den Blick auf etwas anderes: nicht die Einschränkung steht im Vordergrund, sondern die Art, wie Gesellschaft Teilhabe ermöglicht – oder verhindert. „Dem Blinden fehlt ein Sinn – aber vier bleiben“, sagt Franz Kirnbauer in dieser Episode von „vidaHören“ – und eröffnet damit eine Perspektive, die vertraute Vorstellungen ins Wanken bringt. Blind seit seiner Geburt erzählt der vida-Pensionist nicht von Grenzen, sondern von Orientierung, Alltag und einem Leben jenseits der Kategorien „sehend“ und „nicht-sehend“. Seine Geschichte zeigt, wie stark Wahrnehmung geprägt ist – und wie wenig sie mit Sehen allein zu tun hat. Doch diese Episode geht weit über persönliche Einblicke hinaus. Sie erzählt von einem langen Weg durch Bewerbungen ohne Antwort, von Hürden im Berufsleben – und von einer über 40-jährigen Karriere, die nicht selbstverständlich war. Ebenso deutlich wird: Dieser Weg gelingt nie allein. Unterstützung durch Familie, Kolleg:innen und Gewerkschaft spielte eine zentrale Rolle – und wurde zur Grundlage für den Wunsch, selbst etwas zurückzugeben. Und dann ist da der Blick auf unseren Alltag: Bahnen, Leitsysteme, Durchsagen. Oft unscheinbar – aber entscheidend für Teilhabe. Franz Kirnbauer macht klar: Barrierefreiheit ist kein Zusatz. Sie ist Voraussetzung. Diese Episode lädt dazu ein, genauer hinzusehen – und zu hinterfragen, was wir für „normal“ halten.

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In dieser Folge

Franz Kirnbauer ist zu Gast bei „vidaHören“. Er ist Pensionist, Gewerkschafter, vida-Mitglied – und blind seit seiner Geburt. In dieser Episode erzählt er seine Lebensgeschichte – und zeigt dabei, wie stark Inklusion im Alltag beginnt: in Entscheidungen, Strukturen und Haltungen. Das Gespräch macht deutlich: Barrierefreiheit ist kein Randthema, sondern ein Gradmesser dafür, wie inklusiv eine Gesellschaft wirklich ist. Viele Hürden entstehen nicht zwangsläufig – sie könnten vermieden werden. Durch mehr Bewusstsein. Mehr Rücksicht. Mehr Offenheit. Oder, wie Franz Kirnbauer es auf den Punkt bringt: Es geht nicht darum, anders zu sehen. Sondern darum, anders hinzusehen. Hör rein in diese besondere Episode von „vidaHören“.

Shownotes:

Gewerkschaft vida im Einsatz für Menschen mit Behinderungen

Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich 

Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs

Bundesverband für Menschen mit Behinderungen

Sozialministeriumservice 

Informationen zu Barrierefreiheit in Österreich

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Titel- und Endmusik:

Lee Rosevere "Try anything once", CC BY

 

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